Als ein Spiel mit Jahrhunderte alter Tradition war Roulette nicht nur unter Casino-Besuchern ein Thema, sondern wurde auch in vielfältigster Art beschrieben. Da ein Roulette-Spiel eine Konstellation mathematischer Wahrscheinlichkeiten ist, hat sich mit dem Spiel in erster Linie die Mathematik befasst. Doch nicht nur mathematische Darstellungen des Roulette-Spiels sind möglich, sondern auch psychologische. Zuletzt hat auch die Populärwissenschaft sich dem Thema genähert.

Mathematische Werke über das Roulette

Da der Verlauf des Roulettespiels in erster Linie mathematisch-stochastisch bedingt ist, finden sich Abhandlungen über die Mathematik des Spiels als häufigste Werke. Selbst in der Schulmathematik wird im Themenbereich der Stochastik Wissen über das Roulette, beispielsweise über den Hausvorteil der Bank durch die Null (oder Doppel-Null) vermittelt. Der (Hoch)Schulmathematik wird von vielen Kritikern vorgeworfen, die zum Teil mechanisch bedingte Fehleranfälligkeit (zum Beispiel durch Unebenheiten im Kessel) nicht zu berücksichtigen und daher realitätsferne Berechnungen anzustellen.

Bücher über Roulette-Strategie

Viele selbsternannte Experten, Video-Tutorials und Buchautoren versuchen, gerade Anfängern, eine vermeintliche Roulette-Strategie aufgrund falscher mathematischer Aussagen zu vermitteln. In dieser Art von Werken wird zum Beispiel behauptet, die Wahrscheinlichkeit für das Eintreffen bestimmter Ereignisse sinke, wenn dies bereits eingetroffen sei, also dass eine Zahl beispielsweise nicht zweimal hintereinander oder innerhalb weniger Züge gezogen werden könne. Tatsächlich basieren die Gewinnchancen im Roulette aber auf reiner Mathematik, weswegen solche Werke als unseriös zu betrachten sind.

Regelwerke

Selbstverständlich gibt es umfangreiche Regelwerks-Sammlungen zum Roulette. Bei solchen sollte tunlichst darauf geachtet werden, dass möglichst objektiv erklärt und nicht von etwaigen Konstellationen ausgegangen wird. Sollten Regelwerke auch Tipps an Spieler enthalten, ist in erster Linie darauf zu achten, dass es sich um einen seriösen Autor und einen ebenso seriösen Verlag handelt.

Bücher über die Geschichte des Roulettes

Da Roulette nicht nur ein mathematisches, sondern ebenso ein gesellschaftliches Phänomen ist, hat sich auch die Geschichtsschreibung mit Roulette befasst. Als geschichtswissenschaftliche Werke über Roulette gelten nur fachwissenschaftliche Publikationen, die auf Forschungsergebnissen basieren. Von ihnen zu unterscheiden sind populärwissenschaftliche Werke über die Geschichte des Roulettes, die nicht immer wahrheitsgemäß sein müssen.

Psychologische Ansätze

Diese Art von Werken nähert sich ebenfalls auf wissenschaftliche Art und Weise dem Roulette-Spiel, wobei hier die mentalen Vorgänge während des Spiels im Vordergrund stehen. Auch wird untersucht, wie sich Spieler in bestimmten Situationen (beispielsweise bei Gewinn oder Verlust) verhalten. Anhand dessen wird versucht, Verhaltensmuster und Spielertypen auszumachen. Diese können entweder rein wissenschaftlichen Zwecken dienen oder beispielsweise in der Spielsucht-Prävention genutzt werden.

Gemischte Ansätze

Ein Beispiel für ein wissenschaftliches Werk über Roulette, das gleich mehrere Disziplinen kombiniert ist Pierre Basieuxs „Die Zähmung des Zufalls“. Hier wird über allgemeines Wissen zum Thema Roulette (Geschichte, Regeln, etc.) hinaus, versucht, Perspektiven auf das Roulette-Spiel zu eröffnen. Konkret versucht Basieux. positive Erwartungen an das Spiel zu kreieren. Dafür bedient er sich mathematischen Wissens, aber auch psychologischer Aspekte, wobei er konkret versucht, konkrete Strategien zu vermitteln und so bewusst von einer rein mathematischen Betrachtungsweise abzulenken.

Auch befasst sich Basieux mit der in der Schulmathematik oft nicht in Betrachtung gezogenen Fehleranfälligkeit im Roulette-Spiel und erörtert physikalische Ansätze im Roulette (beispielsweise Ballistik). Das Buch ist in höchstem Maße interdisziplinär gestaltet und stellt eher eine Ausnahme unter den Werken zu diesem Thema dar.

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